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Wir begrüßen Frau Herman
Herzlich Wilkommen im Forum familienfreundlicher Wohnort Hamburg!
Um gleich zu unserem Thema zu kommen: Was verstehen Sie persönlich unter einer familienfreundlichen Stadt?

Es grüßt B. Hohberg (Moderation)





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von Eva Herman   |   04.11.2005 | 11:10  
unter einer fam.freundlichen Stadt stelle ich mir ein harmonisches Miteinander zwischen jung und alt, reich und arm vor.
Miteinander
von Moderator   |   04.11.2005 | 11:14  
Wie würden Sie ein solches Miteinander in der Stadt fördern wollen? Welche Maßnahmen sollten dahingehend ergriffen werden?

Es grüßt B. Hohberg (Moderation)
arm + reich?
von tim   |   04.11.2005 | 11:15  
Hallo Frau Herrman,
welche Verbindung sehen Sie zwischen "arm und reich" und Familienfreundlichkeit?
arm + reich?
von tim   |   04.11.2005 | 11:16  
Hallo Frau Herrman,
welche Verbindung sehen Sie zwischen "arm und reich" und Familienfreundlichkeit?
Details
von Eva Herman   |   04.11.2005 | 11:19  
Familienfreundliches Wohnen heißt, Respekt und Friede für die Kleinen und die Großen. Es kann nicht sein, dass Kindertagesstätten geschlossen werden müssen, weil sich Nachbarn durch Kinderstimmen gestört fühlen.
Die unterschiedlichen Levels der Stadtteile- Blankenese/ Rotheburgsort zeigen auf, welche unterschiedlichen Bildungschancen unsere Kinder bekommen. dies wurde soeben in einer neuen PISA- Studie veröffentlicht. Diese Ungleichheit ist traurig und ungerecht
Wunschtraum
von Lamy   |   04.11.2005 | 11:21  
Moin Frau Hermann,
'harmonisches Miteinander zwischen jung und alt, arm und reich' ist das nicht nur ein Wunschtraum? Idealismus, der leider mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat?

Die Wirklichkeit liest man in der Zeitung: Rentner die Kindergärten wegklagen, zunhemende Ghettobildung (z.B. Wilhelmsburg überlegte sogar Türkisch als Unterrichtssprache zu nutzen).
Wunschtraum (tim 04.11.2005 | 11:28)   
das sehe ich ähnlich. Da stehen doch schon die Grundstückspreise/Miethöhen vor.
Frau Herrmann, mögen Sie uns verraten, in welchem Stadtteil Sie leben?
PISA
von tim   |   04.11.2005 | 11:25  
Da bin ich ganz auf Ihrer Seite. Allerdings sehe ich dieses Problem auf Bundesebene. Es kann nicht sein, dass Schüler in unterschiedlichen Ländern derart verschiedene Bildungsstandards haben. Ich plädiere für einheitliche Vorgehensweise. Vorteile: einheitlicher Bildungsstandart in ganz D und Ressourcenfreisetzung in zuständigen Stellen (Spareffekt).
Aber wie sieht es denn nun bitte mit Ihren Antworten auf meine weiteren Fragen aus? Das interessiert mich sehr.
Weitere Antworten (Moderator 04.11.2005 | 11:31)   
Hallo tim,
vielleicht haben Sie die Antweorten von Frau Herman in dem anderen Diskussionsast noch gar nicht gesehen?
(Moderator 04.11.2005 | 11:32)   
PISA
von Lamy   |   04.11.2005 | 11:27  
Traurig ist neben den Ergebnissen, dass arme Kinder wenig Chancen auf eine gute Bildung haben, auch die Reaktionen die man nun liest:

Unsere zukünftige Bildungsministerin leugnet schlichtweg die Ergebnisse. Die KMK-Präsidentin sagt, dass das Abitur doch eh nix wert ist (Man darf nicht die Tatsache, ob jemand Abitur macht, allein als Bildungserfolg werten). Der Bildungsminister aus MeckPom ist zufrieden in einigen Bereichen im Mittelfeld zuliegen.

Ist das nicht erschreckend?
PISA
von Lamy   |   04.11.2005 | 11:28  
Traurig ist neben den Ergebnissen, dass arme Kinder wenig Chancen auf eine gute Bildung haben, auch die Reaktionen die man nun liest:

Unsere zukünftige Bildungsministerin leugnet schlichtweg die Ergebnisse. Die KMK-Präsidentin sagt, dass das Abitur doch eh nix wert ist (Man darf nicht die Tatsache, ob jemand Abitur macht, allein als Bildungserfolg werten). Der Bildungsminister aus MeckPom ist zufrieden in einigen Bereichen im Mittelfeld zuliegen.

Ist das nicht erschreckend?
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von Eva Herman   |   04.11.2005 | 11:29  
zum Thema arm und reich:
wünschenswert sind durchmischte Stadtteile, die viele Farben an gesellschaftlichen Unterschieden bieten. Das öfnet de Blick. Doch ist mir bewusst, wie schwierig das zu bewerkstelligen ist, und ein Patentrezept kann ich nicht anbieten, außer Bewusstmachung bei der Planung. Eine Ghettoisierung birgt große Gefahren für unsere Kinder, die nur die eine Seite derMedaille kennen- und nutzen lernen.
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von Eva Herman   |   04.11.2005 | 11:32  
an Tim: ich lebe im Westen Hamburgs, in der Nähe derElbe, kurz vor Blankenese
PISA
von Lamy   |   04.11.2005 | 11:35  
Traurig ist neben den Ergebnissen, dass arme Kinder wenig Chancen auf eine gute Bildung haben, auch die Reaktionen die man nun liest:

Unsere zukünftige Bildungsministerin leugnet schlichtweg die Ergebnisse. Die KMK-Präsidentin sagt, dass das Abitur doch eh nix wert ist (Man darf nicht die Tatsache, ob jemand Abitur macht, allein als Bildungserfolg werten). Der Bildungsminister aus MeckPom ist zufrieden in einigen Bereichen im Mittelfeld zuliegen.

Ist das nicht erschreckend?
...Entschuldigung (Lamy 04.11.2005 | 11:36)   
Ups, ich habe das nur 1 mal gepostet. vermutlich wird durch ein Reload der Seite das erneut geschickt. Ich versuche mich zu bessern.
Verkehrsproblematik
von Susanne   |   04.11.2005 | 11:37  
Liebe Frau Herrmann, liebe Diskutierenden,

ein erheblicher Risikofaktor für Kinder ist der Autoverkehr. Im Jahre 2004 wurden in Hamburg 424 Kinder im Straßenverkehr verletzt oder getötet. Hamburg liegt damit auf einer der führenden Stellen im Bundesgebiet. (Zum Vergleich: in Berlin warens es 321 verunglückte Kinder.) Untrittig ist wohl, dass das Gefährdungspotenzial von Autos mit zunehmender Geschwindigkeit wächst. Bei 40 km/ hat ein Fussgänger eine 65%-ige Überlebenschanche, bei 60km/h nur noch eine 29%-ige, währen bei 80 km/h die Chance einen Zusammenstoß mit einem Auto zu überleben, für einen Fußgänger gleich null ist.
Der Hamburger Senat führt nun aber massiv Tempo 60-Zonen ein. Für die Förderung alternativer Verkehrsmöglichkeiten,wie zum Beispiel den Radverkehr, wird jedoch kaum etwas getan. Wie passt das mit dem Wunsch nach einer kinderfreundlichen Stadt zusammen?

Grüße
Susanne
:-) (tim 04.11.2005 | 11:43)   
Liebe Susanne,
das sehe ich genauso wie Sie. Andere Städte machen sogar Werbung für ihre Fahrradfreundlichkeit.
Wie oft haben wir in der Zeitung lesen müssen, dass sogar an der Ausbesserung der Radwege gespart wird!?
fehlende Konzepte (Lamy 04.11.2005 | 11:44)   
Ich denke nicht, dass die Geschwindigkeit wirklich auschlaggebend ist. Ich halte den zweiten Teil für ausschlaggebender. Es gibt keine sinnvollen Konzepte. Radfahrer werden nicht unterstützt, es gibt keinen Autobahnring daher muss der Verkehr durhc die Stadt, die Ein- Und Ausfallstraßen sind nicht autofreundlich/fussgängersicher, die P R-Plätze sind oft völlig überfüllt...
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von Eva Herman   |   04.11.2005 | 11:43  
Es ist in der Tat sehr schwierig,Großstadtverkehr und Kinder unter einen Hut kriegen zu wollen.Die Problematik ist wohl nur zu lösen,wenn man sehr vorsätzlich FÜR unsere Kinder plant, zB Spielstraßen, mehr verkehrsberuhigte Zonen etc.
Leider haben unsere Kinder kaum Lobby, wirtschaftliche Interessen sind wichtiger. Doch glaube ich, dass sich dieses Bild verändern wird, wir werden erkennen, dass wir keine andere Chance haben, in Zukunft als funktionierdende Gesellschaft bestehen zu können, wenn wir die Bedürfnisse unserer Kinder nicht ernster nehmen.
Beispiel aus Kanada
von Lamy   |   04.11.2005 | 11:49  
In Kanada sind die Schulbusse grellgelb und haben an der Seite ein ausklappbares Stoppschild. Wenn der Bus anhält um Kinder ein- und austeigen zu lassen, dann klappt er das kleine Stoppschild aus und dann müssen alle Autos anhalten - auf beiden Seiten der Straße.

Das fand ich super. Ein tolles Beispiel zum Schutz der Kinder.
Geschwindigkeit egal?
von Susanne   |   04.11.2005 | 11:58  
Hallo Lamy,

warum sollte die Geschwindigkeit von Autos nicht ausschlaggebend sein? Ich finde die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache!

Grüße
Susanne
50 oder 60 (Lamy 04.11.2005 | 12:30)   
Ich denke, dass 50 oder 60 km/h keinen so großen Unterschied macht. Kinder sind weniger "haltbar" als Erwachsene. Wichtiger ist es die Kinder erst gar nicht mit der stark befahrenen Straße direkt in Kontakt kommen zu lassen. Kinder sehen zum Beispiel nicht über parkende Autos hinweg und werden nicht gesehen. Also sollten die Gehwege der stark befahrenen Straßen von der Fahrbahn getrennt sein. Früher gab es manchmal zwischen Gehweg und Fahrbahn einen Grünstreifen. Gitter wie an Schulen würden auch schon helfen. Am besten wäre es die Autos zu separieren. Beispiel Wilhelmsburger Reichsstraße. Das ist nur eine Bundesstraße, aber von Fußgängern nicht zu betreten (außer mutwillig). Das ganze ist natürlich nur realistisch für die großen Straßen. Wie schon gesagt, fehlen in Hamburg Umgehungsstraßen. Die Ringe sind doch nur ein Witz.
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von Susanne   |   04.11.2005 | 14:19  
Radwege von Autofahrbahnen zu trennen, halte ich für den falschen Ansatz. Radfahrer werden dann von Autofahrern nicht mehr wahrgenommen. Viele Autofahrer sind mit den komplexen Verkehrssituationen überfordert und vergessen dann beim Abbiegen auf den Radverkehr zu achten - mit oft folgenschweren Konsequenzen für den Radfahrer. Meiner Meinung nach sollten ausreichend breite Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen markiert werden und die Höchstgeschwindigkeit im Stadtgebiet auf 50 km/h begrenzt bleiben.


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Von: Moderator
04.11.2005 | 11:09
Beitrags-Nr.: 855
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